Badezimmer renovieren – So wird aus dem Duschraum ein Wohlfühlort

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Da meine Wohnung nur etwa 55 Quadratmeter groß ist, musste ich auch über die . Das Bad ist mit 4 Quadratmetern winzig, aber ich habe trotzdem eine kleine Sitzecke integriert. Ein Hocker aus Teakholz, der bei Gästen als Ablage für Handtücher dient oder im Sommer als Fußablage beim Schminken. Und weil der Platz so begrenzt ist, habe ich mich für ein platzsparendes Möbelstück im Flur entschieden. Dort steht jetzt ein Bett mit Stauraum, eine Kombination aus einer kleinen Couch und einem Schlafplatz. Es ist eigentlich eine Kanapee mit Schlaffunktion, aber ich nenne es lieber mein Gästebett. Die Matratze ist aus Schaumstoff, aber ich habe einen guten Matratzenkern gewählt, der sich nach dem Ausklappen nicht durchliegt.

Nachdem die Grundstruktur stand, kam der spaßige Teil: die Oberflächen. Ich bin kein Fan von teuren Natursteinplatten, weil ich einfach zu ungeschickt bin und ständig etwas umkippe. Stattdessen habe ich mich für großformatige Feinsteinzeugfliesen in einem warmen Sandton entschieden. Sie sind pflegeleicht, sehen teurer aus als sie sind und lassen sich auch von einem Laien verlegen. Wer sein Badezimmer renovieren möchte, sollte aber auf jeden Fall einen Profi für die Abdichtung holen. Das ist kein Bereich für Experimente. Ich habe damals einen befreundeten Handwerker gefragt, der mir gezeigt hat, wie man die Dichtbänder richtig einlegt. Seitdem habe ich keine feuchten Ecken mehr.

Die nächste Herausforderung war das Licht. In alten Bädern hängt oft nur eine einzige Deckenleuchte, die alles in ein kaltes, unvorteilhaftes Licht taucht. Ich habe mich für eine Kombination entschieden: eine dimmbare Spiegelleuchte mit warmweißen LEDs und zwei kleine Wandleuchten über der Badewanne. Das klingt nach Luxus, war aber tatsächlich eine der günstigsten Änderungen. Beim Badezimmer renovieren sollte man niemals am Licht sparen. Denn die richtige Beleuchtung kann einen Raum von klinisch zu gemütlich verwandeln. Und ganz ehrlich, wer möchte schon morgens um sechs in ein grelles Neonlicht starren, während man noch den Kaffee vermisst? Ich nicht.

Die kleine Küche war der nächste Punkt. Ich habe alle doppelten Töpfe und Pfannen aussortiert und nur das Nötigste behalten: einen 28er Kochtopf, eine beschichtete Pfanne und ein Messerset mit drei Klingen. Die Arbeitsfläche ist jetzt frei bis auf eine Kaffeemaschine und eine Brotbox. Das Geschirr reduzierte ich auf sechs Teller, sechs Tassen und sechs Schalen. Alles andere wanderte in den Keller. Minimalistische Einrichtung bedeutet für mich auch, dass ich nicht ständig nach dem richtigen Deckel suchen muss. Die Schubladen sind sortiert mit einfachen Trennsystemen aus Bambus. Jeder Gegenstand hat seinen festen Platz. Das spart Zeit beim Kochen und verhindert, dass ich nach einem stressigen Arbeitstag noch Chaos verursache.

Die Beleuchtung war der nächste Knackpunkt. Ich wollte keine grellen Strahler, sondern sanftes Licht. Also kaufte ich eine Lichterkette mit 20 warmweißen Birnen und spannte sie zwischen zwei Pfosten. Dazu stellte ich drei große Windlichter aus Milchglas auf den Tisch. Wenn die Dämmerung kommt, sieht die ganze Ecke aus wie eine kleine Oase. Einmal hatte ich Freunde zu Besuch, und wir saßen bis Mitternacht draußen. Einer schlief auf der wersalka ein, und ich legte ihm eine Decke über. Am nächsten Morgen sagte er, es sei bequemer als sein Bett zu Hause. Das lag bestimmt an der dicken Auflage, die ich extra für die Liegefläche gekauft hatte. Sie bestand aus einem stelaz listwowy mit einem 16 cm dicken materac piankowy, der nicht durchsackte.

Ein Punkt, den ich nicht unterschätzen würde, ist die Wahl des richtigen Materials. Für mein Schlafzimmer habe ich mich für Paneele mit einer echten Furnierschicht entschieden. Die sehen nicht nur hochwertig aus, sie fühlen sich auch angenehm an. Im Wohnzimmer dagegen nutze ich eine günstigere MDF-Variante mit Folie. Die hält erstaunlich gut, auch wenn mal jemand mit dem Rücken dagegen lehnt. Für das Kinderzimmer plane ich weiche Paneele aus Kork oder Filz. Die sind schlagfest und dämmen den Lärm beim Toben. Und wenn der Nachwuchs doch einmal einen Fleck macht, lässt sich die Platte einfach austauschen. Das ist praktischer als eine ganze Wand neu zu streichen.

Im nächsten Schritt kümmerte ich mich um den Boden. Die Betonplatten waren rutschig und ungemütlich, also verlegte ich Holzfliesen aus Bambus. Sie sind leicht, lassen sich verschieben und sehen nach einem Regen aus wie frisch geölt. Dazu legte ich einen groben Sisalteppich, der den Bereich optisch abgrenzt. Jetzt hatte ich einen festen Untergrund, auf dem ich auch barfuß laufen konnte. Aber der Platz war immer noch knapp: Die Terrasse war nur 3 Meter breit, und ich musste zwischen Pflanzen und Möbeln jonglieren. Also baute ich eine schmale Hochbank an die Wand, die gleichzeitig als Ablage für Tassen und Bücher dient. Darunter stellte ich Kisten mit Kräutern, die ich täglich zum Kochen brauche.